Die Kunst des Sammelns
Die Zeit des Sammelns eröffnet die Möglichkeit, mich mit der Pflanze zu verbinden. Mittlerweile empfinde ich das Sammeln als Austausch, getragen vom Respekt vor dem Leben, geführt von tiefer Dankbarkeit.
Meist wird mir während des Sammelns klar, was aus der Pflanze werden soll.
Ob ein Tee oder eine Tinktur, ein Öl, eine Salbe oder ein Hydrolat.




Bitte um Ernte
Als Erstes bitte ich die Pflanze um Ernte.
Wenn ich dann die Hand zum Sammeln ansetze, fühle ich, wo sich Elemente ganz einfach lösen und wo ich auf Widerstand treffe.
Das ist dann manchmal eine Herausforderung für mich, tatsächlich davon abzulassen.
Das Sammeln bedarf in meinen Augen Übung und Geduld.
Auch mit mir selbst.

Sehen was Ist
'Heute sammle ich Johanniskraut'.
Mit einem festen Vorhaben im Kopf mache ich mich auf den Weg.
Vom Johanniskraut fehlt jede Spur und ich bin erstmal enttäuscht.
Bis ich die fixe Idee loslassen kann.
Dann bin ich offen für die Pflanze, die sich mir in diesem Moment und an diesem Ort in ihrer Fülle zeigt!
Zu meinem anfänglichen Erstaunen ist das dann genau die, die mir in meiner aktuellen Situation die passende Unterstützung schenken weiß.

Freude am Entdecken
Während ich sammle, lerne ich die Pflanze immer besser kennen.
Ich darf ihren Aufbau erkunden, ihre einzigartige Schönheit entdecken, ihren Duft wahrnehmen.
Sie schenkt mir Einblicke in ihren LebensRaum, in ihr Universum, in ihr Wesen. Hier im Bild der Odermennig